Doppelt so viel möglich

Studie: Doppelt so viel möglich Batteriespeicher könnten Solarausbau massiv voranbringen

In mehr als 1300 ländlichen Umspannwerken steckt jede Menge ungenutzte Netzkapazität. Mit Batteriespeichern lassen sich dort laut einer neuen Studie riesige Mengen zusätzlicher Solarenergie anschließen. Die Studie wurde vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) erstellt.
Der Auftraggeber war der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Der Solarverband sieht darin für den Netzausbau Einsparpotenzial in Milliardenhöhe.

Mithilfe von Batteriespeichern könnten die Stromnetze in Deutschland deutlich mehr Solarenergie aufnehmen als bislang angenommen. Intelligent gesteuerte Speicher an Umspannwerken machen an mehr als 1300 ländlichen Standorten den Anschluss von insgesamt rund 150 Gigawatt zusätzlicher Photovoltaikleistung möglich. Dies wäre mehr als die bislang in Deutschland installierte PV-Leistung, die bei 130 Gigawatt liegt.

Grundidee ist, dass Großbatteriespeicher Solarstromspitzen aufnehmen und erst später an den Trafo abgeben. Umspannwerke würden mithilfe der Batteriespeicher entlastet. Im Jahresdurchschnitt müsste laut der Studie nur rund ein Prozent des zusätzlich erzeugten Solarstroms wegen der begrenzten Transformatorleistung abgeregelt werden.

Insgesamt könnte damit an einem Umspannwerk doppelt so viel Leistung aus erneuerbaren Energien angeschlossen sein, wie der Transformator gleichzeitig übertragen kann, so die Studie. Netzkapazität, die zu vielen Stunden des Jahres ungenutzt bleibt kann so für den Anschluss zusätzlicher Erzeugungsanlagen verfügbar gemacht werden.
In den bestehenden Netzen stecken erhebliche Reserven, wenn die Speicher intelligent eingesetzt werden. Damit lassen sich Milliardenbeträge beim Netzausbau einsparen.